Explodierende Kosten beim Neubau?

von | Mai 17, 2022 | Uncategorized | 0 Kommentare

Explodierende Kosten beim Neubau?

Bauen zum Festpreis ermöglicht bessere Kalkulation für Bauherren

Nicht nur Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Materialien machen Bauherren derzeit Sorgen, vor allem potenzielle Häuslebauer stehen vor der auf den ersten Blick unkalkulierbaren Aufgabe, die explodierenden Preise im Auge zu behalten. „Sie haben ja fast ein Dutzend Gewerke, die an einem Hausbau beteiligt sind“, erklärt  Immobilienfachmann Werner Otto das Problem und zählt ein paar Posten auf: Architekt, Dachdecker, Elektriker, Fliesenleger oder Heizung und Sanitär. Preise seien da sowieso, gerade in Zeiten von Materialmangel, im Vorfeld schlecht zu kalkulieren und würden dann in der Regel erst später auf die Rechnung drauf gerechnet. Hauptanteil der Kosten machen mit rund 60 Prozent trotz allem die Löhne aus. Insgesamt sieht der Experte schon vor Baubeginn enormes Einsparpotenzial. Natürlich nicht bei den Löhnen selbst, sondern in steuerlicher Hinsicht. Wenn man notariell beurkundet einen Festpreis beim Neubau durch ein schlüsselfertiges Gesamtpaket samt Zeichnung und Bauleistungsbeschreibung vereinbare, sei man als Bauherr auf der sicheren Seite, erklärt Werner Otto. Das gesamte Risiko in finanzieller Hinsicht müsse dann der Bauunternehmer tragen. Bei einem Festpreis falle außerdem nur die 6,5-prozentige Grunderwerbsteuer an, die 19-prozentige Umsatzsteuer komme nicht zum Tragen. Ein weiterer Vorteil bei dieser Methode sei die Kundenfreundlichkeit. Einzelne Baufortschritte samt einer Teilbürgschaft des Bauunternehmers sind im Vorfeld festgelegt und damit auch der Zahlungsplan für den Kunden, zudem erhält dieser nach der protokollierten Übergabe eine Gewährleistung über die Dauer von fünf Jahren. Werner Otto hat einen weiteren Tipp: Seit Januar werden von der Grunderwerbsteuer zwei Prozent von der Maximalsumme von 500.000 € gefördert, was in der Regel eine Ersparnis von mehreren Tausend Euro mit sich bringt. Weitere Sparmöglichkeiten gibt es bekanntlich durch zusätzliche Förderprogramme oder zinsgünstige Darlehen.

Wer sich für einen Generalunternehmer entscheidet hat vor allem in der aktuellen Wirtschaftslage einen großen Vorteil: Planungssicherheit. Ein Festpreis wird vereinbart und der Bauunternehmer trägt nach Vertragsunterschrift das gesamte Risiko in finanzieller Hinsicht. Wir beraten Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten eines Neubaus.

Werner Otto

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

KfW-Effizienzhäuser und plötzlicher KfW-Stopp: Was muss ich beachten?

Was ist ein KfW-Effizienzhaus? Ein KfW-Effizienzhaus ist ein Gebäude, das einen bestimmten Standard in Sachen Energieeffizienz erfüllt. Diese Standards wurden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt. Die wichtigsten Bemessungskriterien hierfür sind der...

Wer zahlt eigentlich den Makler?

Wer einen Makler für die Immobiliensuche/Immobilienverkauf beauftragt spart viel Zeit und Nerven. Für diesen Service des Maklers, fällt in der Regel jedoch eine Maklerprovision an, welche bis zum 23.12.2020 in der Regel der Käufer übernommen hat. Die Maklerprovision...