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KfW-Effizienzhäuser und plötzlicher KfW-Stopp: Was muss ich beachten?

Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

Ein KfW-Effizienzhaus ist ein Gebäude, das einen bestimmten Standard in Sachen Energieeffizienz erfüllt. Diese Standards wurden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt. Die wichtigsten Bemessungskriterien hierfür sind der jährliche Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust des Gebäudes. Je niedriger der Wert des KfW-Effizienzhauses ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie. Als Vergleich dient ein Referenzgebäude, das den Vorgaben des GEG (Gebäudeenergiegesetz) entspricht. Das Referenzgebäude hat also einen Energiebedarf von 100% – ein KfW-40EE-Effizienzhaus benötigt hingegen nur 40% der Primärenergie.

Energiebedarf der KfW-Effizienzhäuser

  • KfW-Effizienzhaus 55 EE 55% 55%
  • KfW-Effizienzhaus 40 EE 40% 40%
  • KfW-Effizienzhaus 40 plus 30% 30%

Welche Förderungen gibt es?

Für den Bau oder Kauf eines KfW-Effizienzhauses erhalten die Antragsteller einen Kredit bis zu 150.000 Euro. Je nach Effizienzhausstandard sind bis zu 48.000 Euro Tilgungszuschuss möglich, der von der Kreditschuld abgezogen wird. Bei einem Neubau sind alle Bauwerkskosten zu den „förderfähigen Kosten“ zu zählen. Statt einen Kredit bei der KfW-Bank aufzunehmen, können Bauherren oder Käufer auch einen Investitionszuschuss beantragen. Für besonders effiziente Neubauten gibt es maximal 37.500 Euro. Zudem gibt es für die Bauherren zusätzlich einen Zuschuss für die Baubegleitung von je nach Gebäudeart 2.000-20.000 Euro. Die gleichen Zuschüsse gibt es noch einmal, wenn eine Nachhaltigkeitszertifizierung durchgeführt und die Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse erreicht wird.

KfW 55 EE Förderung

17,5% Tilgungszuschuss auf 150.000€ – bis zu 26.250€ 

KfW 40 EE Förderung

22,5% Tilgungszuschuss auf 150.000€ – bis zu 33.750€ 

KfW 40 plus Förderung

25,0% Tilgungszuschuss auf 150.000€ – bis zu 37.500€ 

 

Was genau wurde bei der KfW gestoppt?

Am 24.01.2022 wurde durch das Wirtschaftsministerium die Förderung aller Effizienzhausstufen gestoppt. Endgültig eingestellt wurde die Neubauförderung des Effizienzhauses 55 EE. Der Grund des Stopps war die extrem hohe Nachfrage, die die Mittel der KfW übersteige.

Die KfW prüft die noch bis zum 24.01.2022 eingegangenen Anträge und wird auch die förderfähigen genehmigen.

Zudem wird ein neues Förderprogramm in Aussicht gestellt. Künftig sollen nur noch Sanierungen und Neubauten mit dem Standard 40EE gefördert werden.

Welche Heizung soll in meinen Neubau?

Welche Heizung soll in meinen Neubau?

Welche Heizung ist die richtige für meinen Neubau?

Das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) stellt hohe Anforderungen an die energetischen Standards eines Neubaus. So müssen etwa Öl- und Gasheizungen fast immer mit einem Heizsystem kombiniert werden, das regenerative Energien nutzt – in der Regel Solaranlagen.

Die Kombination aus Gas-Brennwertheizung und Solarthermie erfüllt die strengen Vorgaben des GEG und ist eine denkbare Variante für Ihren Neubau. Allerdings ist die Anschaffung einer solchen Hybridheizung für gewöhnlich teurer als etwa die einer Wärmepumpe. Darüber hinaus werden die Gaspreise und damit auch die Betriebskosten einer Gasheizung langfristig steigen.

Unter anderem deshalb, sowie aufgrund der hohen Förderung, sind Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, in Neubauten sehr gefragt. Insbesondere die Wärmepumpe erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. In Gebäuden mit einer guten Wärmedämmung, wie es bei Neubauten der Fall ist, ist sie im Prinzip die erste Wahl, da sie sehr geringe Heizkosten verursacht und ihr Einbau mit bis zu 35 Prozent der Investitionskosten vom Staat gefördert wird. Außerdem ist das Heizen mit einer Wärmepumpe klimafreundlich und besonders in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage sehr effizient und ökologisch.

Wenn Sie ausreichend Platz zur Verfügung haben, kann auch eine Pelletheizung oder eine andere Holzheizung (z.B. Hackschnitzelheizung oder Stückholzheizung) die richtige Wahl für Ihren Neubau sein. Das Heizen mit Holz ist in der Regel preiswert und umweltfreundlich. Daneben können Sie sich bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten erstatten lassen und auch Holzheizungen lassen sich problemlos mit Solaranlagen kombinieren.

PV-Anlage

CO₂-Abgabe sorgt für Preisanstieg

Deutschland wie auch die EU verfolgen das Ziel der Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid. Durch die beschlossene CO₂-Abgabe wird das Heizen mit fossilen Energieträgern immer teurer.

CO₂-Emmisionen der Heizsysteme

  • Heizöl Brennwert
  • Gasheizung Brennwert
  • Fernwärme
  • Wärmepumpe
  • Pellets
  • Scheitholz